IT-Sicherheit à la Spiegel Online

von |8. März 2013|Presse|0 Kommentare|

Kürzlich gelesen:

„Doch am W-Lan hängen nicht nur Mailserver, sondern auch Scanner, mit denen Lieferungen ins System übertragen werden. Und damit Besucher das Würth-Lager nicht zum Stillstand bringen, gibt es [XXX XXX], der Daten verschlüsselt.“ Quelle: SPON

Diese Aussage ist für einen Sicherheitsspezialisten so peinlich, dass ich den Namen nicht aus dem Artikel von SPON übernehmen wollte. Laut SPON hat der Herr, der Daten verschlüsselt, seinen Abschluss an der Ruhr-Universität Bochum im Fernstudiengang IT-Security gemacht. Ich hoffe, dass der Herr Ilg als Autor des Artikels einfach nur ein paar Sachen missverstanden hat.

Grundsätzlich aber: Man lässt keine Besucher in einen Netzbereich, der für ein Unternehmen relevant bzw. produktionskritisch ist. Auch nicht wenn die Vertraulichkeit von Informationen durch Verschlüsselung gewährleistet werden kann. Ganz blöde Idee. Aber so wirklich. Wofür gibt es Firewalls, VLANs, Netzwerksegmentierung… Und falls die Unternehmensleitung kein Geld für ein zweites WLAN o.ä. bereitstellen wollte, dann ist sie auch selbst schuld, wenn etwas passiert. Egal wie, man sollte so etwas einfach nicht als  Beispiel für IT-Sicherheit in einem Artikel verwenden.