{"id":1673,"date":"2015-05-21T18:12:38","date_gmt":"2015-05-21T16:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.patricksauer.net\/?p=1673"},"modified":"2015-05-21T21:16:35","modified_gmt":"2015-05-21T19:16:35","slug":"just-my-2-cents-zum-thema-personalverantwortung-personalfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/security.sauer.ninja\/de\/unkategorisiert\/just-my-2-cents-zum-thema-personalverantwortung-personalfuehrung\/","title":{"rendered":"Just My 2 Cents zum Thema Personalverantwortung &#038; Personalf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Wie lernt man Personalf\u00fchrung? Ab ins kalte Wasser! Vielleicht besch\u00e4ftigt man sicher vorher noch ausf\u00fchrlich mit diversen Theorien zur Personalf\u00fchrung. Oder man hat die Theorie im Studium durchgekaut. Oder man hat einen besonders spendablen Arbeitgeber und wird auf ein Seminar bzw. Training f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte geschickt. Theorie und \u00dcbungsseminare sind nett, aber wirklich darauf vorbereiten k\u00f6nnen sie nicht.<\/p>\n<p>Ich denke f\u00fcr die meisten, die zum ersten Mal Personalverantwortung \u00fcbernehmen, war das eine Stufe auf ihrer mehr oder weniger geplanten Karriereleiter. Personalverantwortung als Karriereziel. Mehr Einfluss, mehr Macht, mehr Gestaltungsspielraum, endlich echte Entscheidungen treffen und nat\u00fcrlich mehr Geld. Personalverantwortung als Selbstzweck. Was man nach dem Studium werden m\u00f6chte? Nat\u00fcrlich F\u00fchrungskraft!<\/p>\n<p>Das erste Herausforderung f\u00e4ngt leider damit an, dass Personalverantwortung auch bedeutet, Personal zu f\u00fchren und nicht nur zu verwalten, zu terrorisieren oder die anderen einfach f\u00fcr sich arbeiten zu lassen. Gute F\u00fchrung bedeutet auf die Menschen einzugehen, die verschiedenen Schw\u00e4chen und St\u00e4rken von Menschen zu erkennen, um langfristig das optimale aus einer Mannschaft herausholen zu k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt eine gute Menschenkenntnis, vielleicht ein bisschen Charisma und vor allem Charakterst\u00e4rke sowie die F\u00e4higkeit zur Selbstreflexion. Was weniger dazu geh\u00f6rt sind tiefe Fachkenntnisse und narzisstisch oder egoistische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen. F\u00fchrungskr\u00e4fte, die Erfolge ihrer Mannschaft prim\u00e4r zu ihren eigenen Erfolgen umdeuten und bei Fehlern die Schuldigen wiederum als erstes unter den eigenen Mitarbeitern suchen, sind genauso fehl am Platz.<\/p>\n<p>Die zweite Herausforderung an Personalverantwortung: Es ist nur so lange easy-going, solange alles reibungslos funktioniert. Leistungsschwache, problematische Mitarbeiter und Konflikte innerhalb der Mannschaft k\u00f6nnen der F\u00fchrungskraft richtig Nerven kosten. Man kann Probleme nat\u00fcrlich ignorieren, schwache Mitarbeiter mit einfachen ABM-Aufgaben betreuen, viele Blabla-Meetings zur Arbeitsatmosph\u00e4re abhalten und ansonsten jeden weiteren m\u00f6glichen Konflikt aus dem Weg gehen. Als Ergebnis werden die Leistungstr\u00e4ger abwandern und am Ende hat die F\u00fchrungskraft das Personal, welches\u00a0sie verdient hat. Was man eigentlich machen sollte &#8211; das richtige Ma\u00df aus Lob, Motivation, F\u00f6rderung aber auch Sanktionen finden. Offen gesagt, wer schei\u00dfe gebaut hat, hat es verdient darauf aufmerksam gemacht zu werden. In keiner cholerischen Art und Weise, sondern sachlich und direkt. Im Gegensatz dazu haben es gute Mitarbeiter auch verdient, Lob und Anerkennung zu bekommen. Man kann nicht alle Mitarbeiter gleich behandeln, jeder ben\u00f6tigt einen anderen F\u00fchrungsstil. Der eine braucht mehr F\u00fchrung, der andere mehr Freiheiten. Jeder Mensch ist anders. Leider ist f\u00fcr viele aber Lob einfacher zu verteilen, als Konfliktgespr\u00e4che zu f\u00fchren oder gar K\u00fcndigungen auszusprechen.<\/p>\n<p>Ich hatte damals auch indirekt das Karriereziel Personalverantwortung zu \u00fcbernehmen. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Ich habe versucht mich an Vorbildern zu orientieren und aus Fehlern anderer zu lernen. Funktionierte leider nicht immer, ich habe auch Fehler gemacht. Mittlerweile habe ich meinen eigenen Stil gefunden. Ich bin mit der Zusammensetzung meines aktuellen Teams sehr zufrieden.<\/p>\n<p>Aber ich habe dem Prinzip Personalverantwortung als Karriereziel und damit als Selbstzweck abgeschworen. Nach dem Peter-Prinzip neigt jeder Besch\u00e4ftigte bis zu seiner Stufe der eigenen Unf\u00e4higkeit aufzusteigen. Die genannte These von Laurence J. Peter kommt nicht von ungef\u00e4hr. Wird einem die erste Stelle als F\u00fchrungskraft angeboten, sollte man sehr genau dar\u00fcber nachdenken sie anzunehmen. In der Regel hat man in dieser Situation keine Ahnung, was das eigentlich in der Praxis bedeutet. Nimmt man die Aufgabe an, sollte man regelm\u00e4\u00dfig reflektieren, ob man es wirklich kann. Die Theorie ist einfach, die Praxis leider nicht unbedingt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie lernt man Personalf\u00fchrung? Ab ins kalte Wasser! Vielleicht besch\u00e4ftigt man sicher vorher noch ausf\u00fchrlich mit diversen Theorien zur Personalf\u00fchrung. Oder man hat die Theorie im Studium durchgekaut. Oder man hat einen besonders spendablen Arbeitgeber und wird auf ein Seminar bzw. Training f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte geschickt. 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