Britischer Geheimdienst GCHQ überwacht privaten Webcam-Porn

von |27. Februar 2014|Netzpolitik|0 Kommentare|

Der britische Geheimdienst GCHQ überwacht private Webcam-Chats, die über Yahoo geführt werden: TheGuardian meldet aufgrund von weiteren Erkenntnissen aus Dokumenten von Edward Snowden, dass der GCHQ über angezapfte Unterseekabel massenhaft Bilddaten von privaten Webcams mitschneidet, speichert analysiert und auswertet.

Zwischen drei und elf Prozent der Billdaten sollen hierbei pornographisch sein. Die Verbreitung von privaten Pornos, die zumindest nach deutschem Recht illegal mitgeschnitten werden, ist den Mitarbeitern vom GCHQ immerhin über die Androhung eins Disziplinarverfahrens verboten. Zumindest kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bilddaten auch an die amerikanische NSA übermittelt werden. So hat am Ende auch der große Bruder etwas von der Aktion.

Der massenhaften und unverschämten Überwachung europäischer Bürger von einem Mitglied der europäischen Union kann man nur noch mit Galgenhumor begegnen. In letzter Zeit könnte man meinen, man sitze in einem billigen Spionage-Thriller. Leider handelt es sich hierbei um die Realität.