Microsofts Cloud Azure, PCI DSS und die Kreditkartenspeicherung

von |19. Januar 2014|PCI DSS|0 Kommentare|

Microsofts Cloud Azure wurde von dem Unternehmen Neohapsis PCI DSS zertifiziert, sodass sich Azure grundsätzlich als Cloud für Kreditkartenzahlungsanwendungen verwenden lässt. Die Nutzung einer PCI-Cloud entlässt ein Unternehmen nicht aus der Pflicht sich selbst PCI zertifizieren zu lassen.  Vielmehr werden die Anforderungen des PCI DSS zwischen dem Cloud-Anbieter und dem Cloud-Kunden geteilt. Im Gegensatz zu Amazon gibt Microsoft offen an, für welche Anforderungen sie zuständig sind: Link

Manche Anforderungen gehen vollständig an Microsoft über, andere bleiben komplett beim Kunden. In einem Bereich sehe ich in der Praxis Umsetzungsschwierigkeiten: Möchte der Kunde Kreditkartendaten speichern, muss er sich um die Anforderung 3  und deren Unteranforderungen nahezu komplett selbst kümmern. Das aufwendige und komplizierte Thema Verschlüsselung inklusive dem notwendigen Key Management bleibt beim Kunden. In wie Weit die Nutzung von HSMs (Hardware Security Modules)  bei Azure möglich ist, darf bezweifelt werden. Bleibt nur der Einsatz manueller Klartext-Keymanagementverfahren  oder das Outsourcing der Speicherung der Kreditkartendaten an einen anderen Dienstleister. Beides ist meiner Meinung nach suboptimal.