Der Krypto-Trojaner WannaCry richtet weltweit Schaden an. IT-Sicherheit ist einmal mehr in den alten Medien angelangt. Und ich erwische mich selbst dabei, relativ wenig Interesse dafür zu zeigen: Einmal Tagesthemen gesehen, die Überschrift der FAZ gelesen und einen Heise-Newseintrag überflogen: Die amerikanischen Nachrichtendienste kauften die Zero-Day-Lücke, Microsoft bringt irgendwann einen Patch heraus, einen Monat später kommt die Ransomware und – oh Wunder oh Wunder: Es gibt Unternehmen und Krankenhäuser, die weder regelmäßig patchen (können), keine starke Netzwerksegmentierung haben und die Bedrohung Ransomware falsch eingeschätzt hatten.

Gähn..

Ich wurde von einem normalen Menschen – also außerhalb der IT – darauf angesprochen, was ich dazu sagen würde? Was soll ich dazu sagen. Nix neues. Früher gab es den „I love you“-Wurm, heute gibt es WannaCry. Weder ist die Entwicklung von WannaCry eine Ausnahmeleistung, noch sind Konzepte dagegen ein Hexenwerk. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass jetzt der letzte CEO oder Behördenleiter plötzlich wach geworden ist und Informationssicherheit zur Chefsache macht.

WannaCry ist nicht der Anfang, aber auch lange noch nicht das Ende..