Um Audits erfolgreich und möglichst schnell abzuwickeln, benötigt man

  • einen guten Auditor, der viel Erfahrung im Bereich Security besitzt und auch vor technischen Diskussionen nicht zurückschreckt.
  • eine interne zuständige Person, die PCI DSS kennt, versteht und ausreichend Erfahrung mit dem Standard hat. Idealerweise einen CISO mit sehr starkem technischen Hintergrund. Alternativ einfach das Know-How von außen einkaufen und dabei auf eine CISSP-Zertifizierung achten. Der Berater muss aber nicht nur PCI DSS verstehen, sondern auch Security mit Business kombinieren können.
  • eine Reduzierung des Scopes. In der Regel ist es sehr ungünstig, wenn alle Bereiche eines Unternehmens unter PCI DSS fallen. Das erhöht nicht nur den Dokumentationsaufwand, sondern verringert auch die allgemeine Produktivität.
  • Unterstützung vom Management. Ohne Unterstützung von oben geht es nicht. Eine PCI-Zertifizierung kostet nicht nur Geld, sondern wird im Unternehmen am Anfang garantiert unbequem sein. PCI DSS hat in der Praxis nicht den besten Ruf und es gibt zugegeben angenehmere Zertifizierungen. Insbesondere Softwareentwickler scheinen PCI DSS schnell als Feindbild zu sehen. Das muss nicht sein.
  • Sicherheit als kontinuierlichen Prozess. Vor dem Audit ist nach dem Audit. PCI DSS hört nicht nach dem Audit auf, und fängt nicht zum nächsten Audit wieder an. Beim ersten Audit muss man weniger nachweisen, dass man „pci lebt“. Beim zweiten sollte man besser nicht wieder von vorne anfangen. Hierzu werden Prozesse notwendig sein. Mitarbeiter müssen mitgenommen werden. Ohne eine Person, die hierfür explizit die Zuständigkeit besitzt, wird der nächst Audit meist so schwierig wie der erste.
  • eine gute Vorbereitung. Man sollte bereits vor dem eigentlichen Audit wissen, ob alles compliant ist und wenn nicht, wo die eigenen Schwachstellen liegen.